SIRIL bietet über seine Skripte „OSC_Extract_HaOIII“ und „OSC_Extract_Ha“ eine recht einfache Möglichkeit der Ha-OIII-Trennung bei Duo-Narrowband-Aufnahmen. Zumindest, sofern es sich um Aufnahmen einer einzigen Nacht handelt. Wie aber funktioniert das bei mehreren Nächten? Hier die Lösung:
Manchmal kann man unrunde Sterne leider nicht verhindern. Besonders, wenn man mit Optiken fotografiert, deren Verzeichnung nicht immer korrigiert werden können (z.B. Linsen für die Tagesfotografie oder Verkippungen im Lichtweg usw.). Aber wie kann man ovale Sterne rund machen? SIRIL bietet eine Möglichkeit, elongierte Sterne durch runde zu ersetzen. Wie das geht, möchte ich im Folgenden beschreiben.
Um nur die besten Fotos einer Serie zu identifizieren und Astrofotos schlechterer Qualität auszusortieren, bietet die SIRIL Bildanalyse umfangreiche Unterstützung. Gleichgültig, ob Skripte genutzt werden oder nicht. Die wichtigsten Werkzeuge und Vorgehensweisen sollen im Folgenden erläutert werden.
Wer mit SIRIL mehrere Nächte stacken möchte (oder/und Einzelbelichtungen unterschiedlicher Belichtungszeit), darf die Fotos nicht einfach zusammenwürfeln. Was zu beachten ist und wie der entsprechende Arbeitsablauf sich gestaltet, erkläre ich hier für Anwender der Skripte und für Anwender des „manuellen“ Stackings per SIRIL-Sequenzen.
In meinen Berichten „SIRIL-Anleitung – Kostenlose Astro-Fotobearbeitung Teil 1“ und „SIRIL-Anleitung – Kostenlose Astro-Fotobearbeitung Teil 2“ beschreibe ich die Installation von SIRIL und einen Workflow unter Verwendung der einfach zu bedienenden Skripte für das Preprocessing (Stacking). Für den Einstieg in SIRIL, oder wenn es schnell gehen soll, sind diese Skripte erste Wahl. Das SIRIL-Stacking mit Sequenzen bietet aber einige Vorteile bzw. Einflussmöglichkeiten, die einem bei der Verwendung der Skripte verwehrt bleiben, wie z.B. die Sichtung und Aus-/Abwahl der Einzelbilder ähnlich dem Blink-Prozess in PixInsight, die Qualitätskontrolle ähnlich DSS, Verkippungs- und Rundheits-Analyse etc.